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Elternratgeber für Babysitter

(Quelle: Homepage der North American Missing Children Association - NAMCA)

(Anmerkung des Übersetzers: Der Ursprungs-Text bezieht sich auf die USA, daher ist nicht alles hundertprozentig auf die hiesigen Verhältnisse übertragbar. Ich versuche den Text sinngemäß zu übersetzen!)

Gleichgültig, ob Sie tagsüber Vollzeit arbeiten, oder einfach nur mal nachmittags ausgehen; Sie wollen die bestmögliche Pflege und Fürsorge für Ihr Kind, solange Sie nicht bei ihm sind.
Bevor Sie jemanden beauftragen Ihr Kind zu behüten, stellen Sie fest, ob ER oder SIE wirklich geeignet und qualifiziert ist, sich um das Wohl von Kindern zu kümmern. Überprüfen Sie alle Referenzen sorgsam und stellen Sie sicher, dass Sie den Babysitter mit Ihrem Kind auch überwachen können. Fragen Sie darüber hinaus Ihr Kind, ob es den Babysitter mag und was alles passiert ist, während Sie nicht da waren.

The National Center for Missing and Exploited Children hat folgende Leitlinien für Eltern erstellt, um Ihnen zu helfen einen geeigneten Babysitter zu finden und diesen, sowie Ihr Zuhause entsprechend vorzubereiten. Enthalten sind ebenfalls wichtige Sicherheits-Tips für Sie und Ihr Kind.

Einen Babysitter finden

Die besten Quellen für einen Babysitter sind die eigene Familie, Freunde und Nachbarn. Sie können auch eine Anzeige in der Lokalzeitung aufgeben oder einen Aushang im örtlichen Gymnasium oder der Kirchengemeinde machen.

Wenn Sie neu in der Stadt sind, schauen Sie im örtlichen Telefonbuch nach "Babysitter-Organisationen". Fragen Sie auch bei Ihrem örtlichen Jugendamt oder bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle nach "Babysitter-Organisationen".

Den Babysitter einstellen

Nachdem Sie eine Liste mit möglichen Babysittern haben, überprüfen Sie deren Referenzen sehr sorgfältig. Sprechen Sie mit den vorherigen "Arbeitgebern", mit den Lehrern, Verwandten, Freunden oder Nachbarn der Babysitter und fragen Sie sie nach den Qualifikationen des Babysitters sich um Kinder zu kümmern. Suchen Sie nach selbständigen und verantwortungsbewußten Menschen, die Ihre Anweisungen befolgen, sich mit Ihrem Kind gut verstehen und mit ihrem Kind zusammen "glücklich" und "entspannt" erscheinen.
  • Legen Sie schriftlich die Aufgaben, Pflichten und Rechte des Babysitters fest
  • Sprechen Sie über Notfall-Situationen und wie der Babysitter darauf reagieren soll.
  • Wenn Sie sich für einen Babysitter entschieden haben, der Ihren hohen Anforderungen genügt, sprechen Sie Termine ab, wann Sie Betreuung wünschen.
  • Notieren Sie sich Name, Geburtsdatum, Adresse und Telefonnummer des Babysitters,
    bei Erwachsenen auch deren Personalausweis- oder Führerschein-Nummer.


Wenn der Babysitter bei Ihnen eintrifft

Bitten Sie den Babysitter mindestens 15 Minuten früher zu kommen, bevor Sie gehen müssen. Stellen Sie sicher, dass der Babysitter genau weiß, wo Sie sich befinden und wie er Sie erreichen kann. Schreiben Sie die Adresse und Telefonnummer des Ortes auf, an dem Sie sich aufhalten werden. Notieren Sie auch Ihre Handy-Nummer.

Erstellen Sie eine Liste mit Notfall-Rufnummern:
  • ein Freund von Ihnen, oder Verwandte
  • den Kinderarzt
  • die nächste Polizeidienststelle oder den Notruf 110
  • die nächste Feuerwehrwache oder Notruf 112
  • den ärztlichen Notdienst (089) 19292
  • die Gift-Notrufzentrale (089) 19240
Sprechen Sie sorgsam alle "Familienregeln" und täglichen Abläufe durch. Denken Sie besonders an Regelungen für Essen und Schlafen. Führen Sie den Babysitter durch das Haus, zeigen Sie ihm wo sich Erste-Hilfe-Material befindet, wie Türen und Fenster geöffnet werden und wo sich Ausgänge befinden. Es ist auch eine gute Idee die "Familienregeln" bezüglich Fernsehen, Süssigkeiten und Schlafenszeiten mit dem Babysitter in Gegenwart Ihres Kindes zu besprechen. Es ist Ihre Verantwortung, dass Ihr Kind weiß welche Regeln beachtet werden müssen, wenn Sie nicht zu Hause sind!

Geben Sie dem Babysitter folgende präzise Anweisungen:

  1. Alle Türen sind zu verschließen, wenn die Eltern fort sind.
  2. Das Kind soll aufmerksam beobachtet werden solange es wach ist.
  3. Wenn das Kind schläft, soll es regelmäßig kontrolliert werden.
    Der Babysitter soll während seiner Zeit im Haus nicht schlafen
  4. Das Kind soll von gefährlichen Objekten oder Chemikalien ferngehalten werden.
  5. Das Kind soll vor Haushalts-Unfällen geschützt werden.
    ("Messer-Gabel-Schere-Licht...", auch Leitern und Werkzeuge sind gefährlich!)
  6. Dem Babysitter sollen keine Besucher oder Gäste erlaubt werden.
  7. Der Babysitter soll das Kind zu keiner Zeit alleine zu Hause lassen.
  8. Wenn jemand anruft, soll dem Anrufer nicht gesagt werden, dass der Babysitter mit dem Kind alleine ist. Dem Anrufer soll angebotern werden eine Nachricht für die Eltern zu hinterlassen.
  9. Die Tür soll niemandem geöffnet werden, solange die Eltern es nicht ausdrücklich erlaubt haben. Eine Nachricht für die Eltern kann aufgenommen werden.
  10. Wenn das Kind in den Hof oder Garten gelassen wird, muss es sorgfältig beobachtet werden. Es ist die Entscheidungsverantwortung der Eltern, mit wem das Kind spielen darf und wer es besuchen darf.
  11. Wenn das Kind und der Babysitter das Haus verlassen, muss das Kind besonders aufmerksam beobachtet werden und darf nicht alleine herumwandern. Das Kind soll öffentliche Toilletten nicht alleine benutzen. Fenster und Türen müssen verschlossen und überprüft werden, bevor das Haus verlassen wird. Wenn bei der Rückkehr irgend etwas seltsam wirkt (z.B. ein eingeschlagenes Fenster), sofort von einem anderem Haus die Polizei verständigen!

Ihre Rückkehr

Wenn Sie nach Hause zurückkehren, fragen Sie den Babysitter, ob mit dem Kind alles in Ordnung ist und ob irgend etwas ungewöhnliches (Anrufe, Besuche, usw.) geschehen ist. Stellen Sie sicher, dass auch der Babysitter (wenn er nicht volljährig ist) nach Hause gebracht wird. Und warten Sie, bis der Babysitter sicher in seinem Haus ist, bevor sie ihn wieder verlassen.

Besonders wichtig ist, dass Sie, wenn der Babysitter fort ist, mit ihrem Kind darüber sprechen was passiert ist, während Sie fort waren. Fragen Sie Ihr Kind welche Spiele sie gespielt haben und was sie sonst gemacht haben. Fragen Sie Ihr Kind, ob irgend etwas passiert ist, das ihm nicht gefallen hat oder sie geängstigt hat.



(Quelle: Homepage der NAMCA)
(Übersetzung: Bernd Jungbluth)




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